Fördert Vegetarismus Massentierhaltung?

Vegetarier essen aus verschiedenen Gründen kein Fleisch (der Einfachheit halber möge diese Vereinfachung reichen). Einer der Gründe ist das Tierwohl. Vegetariern missfällt der Gedanke, dass Tiere für ihre Ernährung nicht artgerecht gehalten werden. Essen sie kein Fleisch, leben weniger Tiere in nicht artgerechter Haltung, geht es Tieren besser, so ihr Gedanke.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Denkweise korrekt ist. Ich glaube sogar, dass Vegetarier nicht artgerechte Tierhaltung fördert.

In Deutschland wird eine gewisse Menge Fleisch produziert (welche grausige Beschreibung). Ein Teil davon wird in Deutschland verarbeitet und verzehrt, der Rest wird exportiert. Ein Teil der Tiere wird in Bioqualität aufgezogen. Die Richtlinien für solche Zertifizierungen sehen eine weitere Verbesserung der Tierhaltung vor. Biotieren geht es in ihrem Leben grundsätzlich besser als konventionell gehaltene Tiere. Biologisch erzeugtes Fleisch ist wegen dem höheren Aufwand aber teurer als konventionelles Fleisch. Nicht viele Verbraucher sind bereit oder in der Lage, einen höheren Preis für Fleisch zu zahlen. Vegetarier wären sicher in höherem Anteil bereit, einen höheren Preis für Fleisch aus artgerechterer Tierhaltung zu zahlen. Dieser Anteil kauft aber gar kein Fleisch, auch nicht das teurere aus Bioproduktion. Somit hat der Markt weniger Anreiz, teureres, artgerechteres Fleisch herzustellen und anzubieten. Andersrum ausgedrückt: würden die Vegetarier, denen es um bessere Tierhaltung geht, ebenfalls Fleisch kaufen und den nötigen höheren Preis bezahlen, wäre der Bedarf an artgerechter Tierhaltung (oder gar Biofleisch) größer. Und mehr Tiere kämen in den Genuss der artgerechten Tierhaltung. Vielleicht sinkt dadurch sogar ein bisschen der durchschnittliche Preis, und einige Verbraucher mehr können sich Fleisch aus artgerechter Tierhaltung leisten.

Das sind nur grobschlächtige Überlegungen. Die aber sicher eine grundsätzliche Untersuchung wert sind. Wer könnte einen solchen Zusammenhang untersuchen und mit Zahlen belegen? Gibt es vielleicht schon eine Studie darüber?

Zitiere keine Statistik, die Du nicht selbst verstehst.

»Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.« ist ein beliebter Ausdruck, angeblich von einem schlauen Mann gesagt (Winston Churchhill), wenn man Misstrauen säen will oder eine Statistik nicht der eigenen Meinung entspricht. Ich finde, dass damit Statistikern unrecht getan wird. Natürlich sind auch Statisikerinnen und Statisiker Menschen, die sich mal irren können. Nein, eigentlich irren sie sich immer. Und zwar, weil sie lediglich Modelle beschreiben. Und Modell entsprechen nie der Realität. Um einer Statistik zu trauen, sollte man sie also erst mal verstehen. Dazu gehört auch, was die Statistikerinnen und Statistiker überhaupt gezählt haben und in welches Verhältnis sie es setzten. Dann passt auch plötzlich die Statistik oder besser, das was verkürzt veröffentlicht wird. So heißt es also korrekter stattdessen:

»Zitiere keine Statistik, die Du nicht selbst verstehst«

Das ist zugegebenermaßen nicht immer einfach. In die Untiefen dessen, mag dieser Blog helfen. Meistens reicht aber auch der Gesunde Menschenverstand, um den Wahrheitsgehalt einer Statistik einzuschätzen.

Start

Mittlerweile ist nicht mehr »Inhalt« dazugekommen, aber ich habe die Plattform zu WordPress gewechselt.

Auf Foto ist schon ein Foto von fast mir zu finden.

Es gibt immer noch den Inhalt im Wohnungsblog zu betrachten und zu kommentieren.

Es bleibt mir weiterhin rätselhaft, was ich mit der Seite bezwecken will. Ich vertreibe mir einige Zeit, gut, und weiter? Daher freue ich mich immer noch über Vorschläge, was ich auf der Seite vernünftigerweise darstellen kann. Ich habe mir nun eine Seite mehr eingepflegt, auf dem ich ab und zu mal einige nette Gedanken veröffentlichen möchte, die mir wichtig erscheinen. Im Gegenzug ist die englische Version meinen mangelnden Künsten zum Opfer gefallen.